+++Randy Ridder Audio Blog++++++
guter Klang kommt nicht von irgendwie...

15. November 2011

Top 5 Fehler der Musikproduktion

Filed under: Tipps und Tricks — Ran D. @ 11:45

1. Mehr Bass

Eines der Hauptprobleme im Mix ist der Bass der sich im Weg steht. Der Mensch nimmt den Bass nur schlecht war und kann in dem Bassbereich einzelne Frequenzen kaum unterscheiden. Darum bemerken wir auch nicht, wenn sich tiefe Frequenzen um ihren Platz streiten. Dazu kommt noch, dass wir erst mal denken, dass sich mehr Bass “bässer” anfühlt und auch besser klingt. Im Kontext ist gerade dieser dann aber einfach zu viel des Guten.

2. Alles muss lauter

Ein weiterer Fehler den viele begehen ist das alles lauter gemacht wird, wenn irgend etwas nicht gehört wird. Irgendwann ist halt mal Ende. Evtl. sollte mal darüber nachgedacht werden, wann es sinnvoll ist ein anderes Instrument im Pegel zu senken…

3. Alles kompremieren

Ein Irrglaube ist auch, dass auf jedes Instrument ein Kompressor muss,  um irgendwas fett klingen zu lassen. Ein Kompressor kann durchaus an vielen Stellen helfen, aber er ist nicht das Allheilmittel für jeden Zweck. Besonders wenn es um Instrumente geht, die viel Leben haben und dieses auch transportieren sollen kann ein Kompressor gerade diesen entfernen. Auch die Summe noch mal kompremieren kann die gesamte Dynamik zerstören.  Da die “Großen” das ja auch so machen heißt lange nicht, dass es auch wirklich besser ist. Die machen das oft auch nur gegen ihren Willen.

4. Schlechte Sounds gerade biegen

Auch ein sehr beliebter Fehler ist es, ein schlecht klingenden Sound so sehr zu verbiegen und zu verändern, bis er endlich gut klingt. Manchmal ist es halt einfach von Vorteil noch mal neu aufzunehmen, bzw. nach anderen Sounds zu suchen.

5.  Noch mehr rein

Wenn ein Song nahezu am Ende ist, machen viele den Fehler noch ein weiteres Element rein zu machen, statt zu überlegen, was vielleicht wieder raus kann. Dadurch klingen diese Sachen dann einfach nur überladen und für den Höhrer dann einfach zu komplex. Es funktioniert oftmals die einfache Regel:  So wenig wie möglich, so viel wie nötig!

10. Juni 2011

Boxen / Lautsprecher richtig anschließen

Filed under: Info,Tipps und Tricks — Ran D. @ 14:41

Es gibt eigentlich nur 2 Gruppen von Boxen: passive und aktive. Aktive Lautsprecher haben einen eingebauten Verstärker wohingegen passive einen externen Verstärker benötigen.

Ein typisches Merkmal, woran man die Boxen unterscheiden kann, ist dass aktive Boxen eine Stromquelle benötigen ( Stromkabel, Batterie oder per Netzteil) und passive Boxen  nur durch die Lautsprecherkabel verbunden werden.

Für die zwei Typen von Boxen benötigt man verschiedene Kabel. Generell gilt: möglichst kurze Kabel.

(weiterlesen…)

4. Juni 2011

XLR: Female und Male

Filed under: Tipps und Tricks — Ran D. @ 16:18

Wer kennst dieses Problem nicht. Das Kabel ist komplett verlegt und am Schluss merkt man dann, dass man ein XLR-Male Stecker auf eine XLR-Male Buchse stecken soll, was nur mit einem Inverter-Adapter möglich wäre, aber das ist ja nun mal wirklich unschön und nicht die feine Art. Wegen der höherer Hebelwirkunk kann auch schon mal die Buchse ausleiern. Bei XLR-Verbindungen gibt es eine gute Eselsbrücke, mit der man sich merken kann, welche Seite des Kabels wo angeschlossen wird.

Zur Erläuterung erst mal kurz ein Bild von einem Male XLR-Stecker:


Und noch ein Bild von einem Female XLR-Stecker:

Male kommt aus dem englischen und heißt männlich; Female heißt, welch Zufall, ebenfalls aus dem englischen, übersetzt weiblich.
Nun ja, wie soll ich diese Eselsbrücke erklären, und gleichzeitig Jugendfrei bleiben…ich versuchs mal so:
Der Mann sendet seine Liebe und die Frau empfängt dann ein Kind.
Überall wo etwas raus kommt befindet sich also ein XLR-Male Anschluss und wo etwas empfangen wird eine XLR-Female Buchse.

Eine XLR-Female Buchse am Mischpult (die ein Signal empfängt):

Eine XLR-Male Buchse am Mikrofon (die ein Signal sendet):

Natürlich gibt es auch Ausnahmen (z.B. wenn man eine passive DI-Box zum desymetrieren verwendet), aber in den allermeisten Fällen kann man so recht fix die korrekte Kabelseite anschließen. Viel Spaß damit.

26. Juni 2010

Saiten schnarren bei Gitarre oder Bass

Filed under: DIY,Gitarre,Tipps und Tricks — Ran D. @ 00:45

Unsaubere Spielart:

Leider, leider kann eine Schnarrende Saite auch daher kommen, dass man die Saite einfach nicht sauber abgreift.

Problemlösung: Üben oder mal einen erfahrenen Gitarristen / Bassisten fragen, was da denn geht.

Schnarren durch zu festen Anschlag:

Manchmal überkommt einen ja halt der Berserker und dann muss man fest Anschlagen. Das kann ja auch im musikalischen Kontext Sinn ergeben. Doch manchmal ist zuviel halt zuviel und die Saiten fangen an diese Nervenden Kratztöne von sich zu geben.

Problemlösung: Leiser (bzw. kontrollierter) spielen oder Saitenlage erhöhen.

Zu niedrige Saitenlage:

Wenn die Saitenlage zu tief ist, scheppern die Saiten obwohl die Saite korrekt gegriffen ist.

Problemlösung: Saitenlage erhöhen oder neuer Hals oder neue Gitarre.

Es klingt wie schnarren doch ich greife richtig und die Saite scheppert irgendwie schon aber auch nicht… :

Hin und wieder kommt es vor, dass sich ein Geräusch ins Instrument einschleicht, was erst mal wie ein Schnarren der Saite klingt, aber eigentlich gar keins ist. Das Instrument schwingt ja nun mal mit und die Schwingungen werden überall hin übertragen. Ein loses Teil klingt manchmal wie ein Saitenschnarren, obwohl es das eigentlich gar nicht ist.

Problemlösung: Höre genau hin wo das Geräusch her kommt und versuche z.B. durch festhalten des verdächtigen Objetkt das Störgeräusch zu eliminieren. Es kann auch helfen einfach alle Schrauben an der Gitarre oder dem Bass nach zu ziehen.

Schlechte Verarbeitung:

Manchmal hilft es nichts und der Hals des Saiteninstruments ist einfach krumm und schief oder die Bundstäbchen sind mal so hoch und dann auch mal wieder tiefer.

Problemlösung: Gehe am besten zu dem Musikalienhändler des vertrauens oder kauf dir ein neues Instrument.

3. Juni 2010

Signalanpassung: -10 dBV vs. +4dBU

Filed under: Info,Tipps und Tricks — Ran D. @ 01:23

Vielleicht sind dem ein oder anderen ja schon mal diese Begriffe untergekommen und eventuell konntet Ihr damit so gar nix anfangen. Ich versuche das mal kurz verständlich zu Beleuchten:

Bei den Begriffen “-10dBV” und “+4dBu” handelt es sich um Normen der  Signalstärke. Der Begriff Dezibel (dB) steht für ein Verhältniss von Werten. Diese Relation ist noch keine physikalische Einheit.

Was genau verglichen wird verrät einem meistens das was danach noch so kommt. Alle mathematischen Feinheiten dieser Begrifflichkeit zu erklären würde erstmal den Rahmen sprengen, da ich dann auch noch Logarihthmus und Basen usw. erklären müßte.

Es soll erst mal genügen dass wir wissen, dass es sich um ein Verhältniss handelt, in diesem speziellen Fall um eine Verhältniss von Spannungen. Nun aber zurück…. (weiterlesen…)

17. April 2010

Nahbesprechungseffekt / Abstand zum Mikro

Filed under: Info,Tipps und Tricks — Ran D. @ 14:14

Der Abstand des Mikrofons nimmt einen sehr großen Einfluss auf den Klang der Aufnahme. Ich werde dies mal kurz an einem Beispiel erläutern.
Der Einfachheit halber werde ich im Folgenden immer von der Stimme sprechen,; die Sachen sind allerdings auf alle anderen Schallquellen übertragbar.

Je näher vor dem Mikro gesprochen wird, desto weniger Raumanteil ist auf der Aufnahme. Das liegt daran, dass die Schallreflektionen von der Wand  im Vergleich zur Sprache immer leiser werden. Hat man also einen Raum der nicht sooo gut klingt, ist es deshalb eine gute Idee dicht ans Mikro zu gehen. Will man jedoch eine Aufnahme erstellen, bei der der fantastisch klingende Raum (oder ein sehr spezieller Raum) auf der Aufnahme hörbar sein soll, so sollte man ein bisschen vom Mikro weg gehen.

Dann gibt es noch den Nahbesprechungseffekt. Je näher man ans Mikro geht, desto stäker ausgeprägt wird der Bassbereiches (also die tiefen Frequenzen). Dies kann schon mal unnatürlich klingen, jedoch kann man hiermit auch tolle Effekte erziehen (wie z.B. den Eindruck von Nähe vermitteln oder eine zu dünne Stimme etwas verbässern).*

Sollte es in der Umgebung laut sein, ist es fast schon zwingend erforderlich Nah ans Mikro zu gehen (natürlich gibt es auch hier wieder Ausnahmen, wenn man Beispielsweise ein Hörspiel machen möchte, bei dem die Fabrikgeräusche mit drauf sollen).

Hier noch ein paar Klangbeispiele wie das denn nun klingt:


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Sehr Weit weg…(ca. 2 Meter)


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Immer noch weit von Mikro (ca. 1 Meter)


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Nah (ca. 25 cm)


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Sehr Nah (ca. 10 cm)


Viel Spass beim experimentieren und rum hüpfen!

* Der Nahbesprechungseffekt gilt nur für Druckgradienten Mikrofone, in denen eine Membran eingebaut ist, um die Schallwellen in elektrische Spannungen umzuwandeln. Da fast alle Mikrofone so aufgebaut sind (Dynamische- und Kondensator-Mikrofone) , gilt dies bei fast allen Mikrofonen :)
Weiterführender Link:

Wiki zu Druckgradientenmikrofonen

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