Updates: Wann sollte ich Updaten oder wie viele kann ich vertragen?

Da spart man lange Geld für das Update was man haben muss und wenn dann gerade zugeschlagen wurde, erscheint schon wieder ein Update der Lieblingssoftware. Dazu kommt noch, dass man ja auch mal ganz ander Sachen ausprobieren möchte, die dann natürlich auch erst mal verstanden werden müssen. Übrig bleibt ein zugemüllter Desktop mit ca. 20  Bedienungsanleitungen, die nicht mal zur Hälfte durchgelesen wurden.  Doch wann ist ein Update sinnvoll und wann nicht?

Ein paar Gedanken dazu:

Normalerweise lese ich mir Bedienungsanweisungen von den Dingen  die ich benutze durch. Ja ganz recht, das klingt verrückt, nicht wahr?  Es gibt Personen die meinen, dass man keine Anleitung lesen muss, was ich bei einigen Dingen auch unterstreichen kann. Ich benutze auch viele Dinge, deren Anleitung ich nicht lese, aber oft packt mich die Neugier und ich schlage (bzw. scrolle) nach ob jetzt echt alles richtig verstanden habe. Es gibt  definitiv Dinge, auf die man nicht kommt, ohne die Bedienungsanleitung zu lesen. Wußtet Du z.B. das man bei Windows den Gerätemanager aufrufen kann, indem man die Windows-Taste + Pause gleichzeitig drückt? Hmm, jetzt denkst Du vielleicht „Sowas brauche ich nicht“, aber es gibt Leute die sowas brauchen bzw. für die es sehr hilfreich oder eine enorme Zeitsersparnis ist, da sie genau diese Funktion sehr häufig benutzen.

Da ich ja nicht nur ein Programm benutze (leider gibt es dieses Traumprogramm noch nicht), kommt es durchaus vor, dass ich mehrere Anleitungen parallel lese , was viel Zeit kostet und von der eigentlichen Arbeit abhält.

Im schlimmsten Fall kommt nach fertigen abarbeiten der Anleitungen ein Update von dem umfangreichsten Programm raus (z.B. ein Sequenzer). Also, kann man noch mal neu starten oder sich „nur“ das Kapitel „Was ist neu?“ durchlesen, was mir Querverweisen auf das richtige Handbuch bestückt ist. Dabei war man ja eigentlich noch nicht mal mit der vorigen Version vertraut….

Worauf ich hinaus will dürft wohl klar sein. Es macht überhaupt keinen Sinn immer auf dem neusten Stand zu sein, wenn man noch nicht mal mit der alten Programmversion zurecht kommt. Ich habe z.B. sehr lange Zeit eine sehr alte Programmversion benutz, da ich mit dieser inuitiv arbeiten konnte und diese genau das gemacht hat, was ich wollte.

Erst nachdem ich Jahrelang die Entwicklung des Programms verfolgt habe und die Vorteile der neuen Version deutlich wurden, habe ich mich dazu entschlossen ein großes Update vorzunehmen. Da musste ich dann allerdings auch noch mal fast von Null anfangen, jedoch wurden damit auch die absoluten Basics noch mal aufgefrischt, was ja auch nicht schaden kann.

Es ist absoluter Wahnsinn ein Update durchzuführen, wenn man noch nicht mal mit allen (oder fast allen) Funktionen der genutzten Version vertraut ist. Durch die Neuerungen wird nur in den seltensten Fällen die Bedienung vereinfacht. Sie werden eher durch mehr Möglichkeiten noch komplexer und im Informationsdschungel verliert sogar der Spezialist  schon mal die Übersicht.

Wenn man ein Programm benutzt, was das macht, was man will, ist es absoluter Blödsinn zu wechseln oder sein System auf eine neuere Version zu pimpen. Ein neues Design macht ein Programm nicht unbedingt besser. Viele Möglichkeiten im Funktionsumfang können sogar kontraproduktiv sein, da man nicht weiß, wo anzufangen ist oder das wesentliche immer mehr in den Hintergrund gerät. Hinzu kommt noch, dass das neuste vom neusten Fehlerbehaftet ist, da es nur von einer geringen Anzahl von Benutzern „getestet“ wurde.

Es gibt viele Leute, die meinen dass ein Update zwingend erforderlich ist, um auf dem neusten Stand zu sein. Dabei übersehen sie vielleicht, dass sie eigentlich  den alten Stand noch nicht mal erreicht haben.

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