Noten sind überholt

Noten waren mal dafür gedacht Musik für andere Leute hörbar zu machen. Früher, anno dazumal, bestand die einzige Möglichkeit Musik zu hören diese selbst zu machen oder zu Konzerten zu gehen. Grammophone und andere Musikabspielgeräte folgten erst viel später. Die Aufzeichnung und spätere Wiedergabe von Musik war gar nicht möglich.
Der einzige Weg eines Komponisten seine Musik am leben zu halten war es also diese in Noten nieder zu schreiben und darauf zu hoffen, dass sie später auch noch weiterhin gespielt wird.
Das lernen von Noten war lange nicht jedem gegönnt, da Musikunterricht teuer war. Somit ist die klassische Musik von damals also eigentlich eine Widerspiegelung vom Musikverständnis der Besserverdienenden, ganz zu schweigen von den teuren Instrumenten, die mit den Noten verbunden waren. Noten sind überholt weiterlesen

Die Leiden des (jungen) Musikers

Es scheint schon fast normal zu sein, dass Musiker kein Geld haben. Logischerweise bekommen Musiker kein Geld für Ihre Dienstleistungen. Unterhalten ja, Geld Nein. Im Bereich der Malerei oder Design sieht das schon anders aus, auch wenn diese Personengruppe auch diskriminiert und unterschätzt wird. Ich vermute den Grund hierfür in dem Vorurteil das Musiker halt kein Geld haben. Das macht sich allein schon dann bemerkbar, wenn ein Gegenüber schon im Kopf hat, daß Musiker ja kein Geld haben und diesen dann „wenigstens ein paar Euro geben“, wovon man sich dann ein Loli kaufen kann… hier ein paar Beispiele:

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Lena Meyer-Landrut: unser Chartwunder für Oslo

Auch wenn ich normalerweise unbeeindruckt von sämtlichen Castings-Shows bin, muss ich doch mal sagen, dass der jetztige Star von Oslo echt mal fetzt. Zum einen ist sie nicht so ein Massenabklatsch und zum anderen singt sie auch noch gut. Ok, wenn man mal gaaaanz genau hinhört, wird man bei den Live Auftritten noch die ein oder andere Unsicherheit raus hören, aber wollen wir mal nicht so sein. Ich denke mal, dass diese kleinen Schwächen wohl in 1-2 Jahren ausgemerzt sein werden.

Zu sagen ist natürlich noch, dass sie bereits jetzt einen Rekordeinstieg in die Charts hatte! Sowas gab es bis jetzt noch nicht (3 Songs in den Top 4!  Platz 1:  Satellite ; Platz 3 : Bee und Platz 4 : Love Me ; stand 02.04.2010 ).

Dazu muss man allerdings fairer Weise sagen, dass die Verkaufszahlen für die Charts mit einer wesentlich geringeren Verkaufzahl zu erreichen sind, als noch vor ein paar Jahren, da nicht mehr so viele Menschen Platten kaufen. Dazu kommt noch, dass man die Charts auch drastisch manipulieren kann, aber sowas wollen wir jetzt erst mal nicht unterstellen (z.B. kann eine Plattenfirma als Werbemaßnahme eine große Stückzahl von Platten kaufen, um in die Charts zu gelangen).

Infolgedessen wurde auch  die Mindestanzahl der notwendigen Single-Verkäufe für eine goldene Schallplatte herabgesetzt. Und das alles nur wegen dem bösen Internet.

Zur Zeit bekommt man für 150.000 verkaufte Singels Gold.  Es waren allerdings mal 500.000, also 3 mal so viele.

Dann kommt noch dazu, dass es sich um Neueinstiege handelt. Es muss nicht sein, dass sich dies so lange hält oder der Markt bald mit Lene Meyer-Landruth Musik gesättigt ist…ich denke aber schon, dass sich die Songs mindestens ein paar Monate halten werden, da die Fernsehsender da gut die Werbetrommel rühren.

Auch noch intressant ist, dass die Charts hierzulande und auch weiteren Ländern von einer GmbH & Co. KG ermittelt werden (Media-Control GmbH & Co. KG) und nicht wie man erstmal annehmen würde von einer staatlichen Einrichtung oder dergleichen; aber das nur am Rande.

Was mich bei der ganzen Sache nur etwas wundert, ist dass der Song „Satellite“ an der Spitze der Charts ist, da ich diesen echt mal am langweiligsten finde und diese Meinung auch schon von mehreren anderen Personen vernommen habe. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass meiner bescheidenen Ansicht nach diesen Song nur als ein Abklatsch von dem ganzen restlichen Schrott ist, der sich so in den Charts so tummelt.  Schade. Dabei wäre es doch wirklich mal spannend gewesen, was der fabulose Eurovision-Songcontest gemacht hätte, wenn mal ein wirklich individueller Song dabei ist. Naja, hat nicht sollen sein.

Viel besser finde ich den Song „Love Me“, auch wenn selbst dieser nichts wirklich neues ist, aber dennoch unglaublich gut. Aber über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten. Diskutieren sollte man darüber aber doch, da die breite Masse meistens gar keinen hat und sich dessen noch nicht mal bewußt ist.

Auch wenn dies jetzt scheinbar recht niederschmetternde Worte sind wünsche ich Lena viel Glück bei dem Eurovision-Contest, da sie mal eine wirklich sympatische Teilnehmerin ist, die ein enormes Potential hat.

Weiterführende Links:

Lena Meyer-Landrut

Warum ist Pop-Musik so langweilig?

Eurovision Contest 2009: Senf

Goldene Schallplatte bei Wiki

Media-Control GmbH & Co.KG

Hardware vs. Software (die etwas andere Betrachtung)

Es wird oft diskutiert, ob es denn nun möglich ist echte analoge Synthies oder Effektgeräte  zu emulieren und ob diese dann auch tatsächlich wie die Originale klingen.  Ich will das Ganze mal aus einer anderen Sichtweise beleuchten: Die Nutzungsdauer.

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Die Geister die ich rief

Es  gibt Menschen, die beschäftigen sich mit sinnvollen Dingen und solche die ihre Zeit mit wirklich haarsträubenden Methoden der Metaphysik verschwenden.

Jeder der schon mal irgendetwas gesampelt hat, wird vermutlich bemerkt haben, dass es Nebengeräusche gibt, die bei der Aufnahme nicht unbedingt auffallen, weil die Konzentration nicht darauf gerichtet ist. Hört  man sich allerdings die Aufnahmen später noch mal an, stellt man oft fest, dass dort eventuell noch undefinierte Geräusche sind. Diese können von technischen Geräten kommen, Fehler in der Aufnahmekette sein (bzw. technische Schwächen), Wind der ins Mikro pustet und so weiter und so fort . Meistens ist es die eigene Dummheit, weil man bei der Aufnahme nicht still halten konnte.

Auf der urkomischen Seite www.tonbandstimmen.de bekommt man einen Einblick, was alles so rausgehört werden kann und mit welchen skurilen Methoden diese Nebengeräusche hervorgehoben werden oder sogar erzwungen werden. Doch Moment… das sind gar keine Nebengeräusche;  das sollen Stimmen aus einer anderen Welt oder von verstorbenen sein! Ihr solltet euch unbedingt mal die Beispielsound durchhören. Ich kann nur die Wasser-Methode  oder die Reibe-Methode empfehlen.

Ein köstliches Zitat von der Seite, beschäftigt sich mit dem Phänomen, dass man ja gar nicht auf Anhieb das raus hört, was von einer Stimme aus dem Jenseits gesagt wurdet:

„Bevor Sie jetzt vorschnell „das Handtuch werfen“, weil Sie auf Anhieb nichts oder etwas ganz anderes verstanden haben, erlauben Sie mir die Anmerkung, daß fremde Stimmenbeispiele niemals die selbst eingespielten Stimmen ersetzen können! Nur aufgrund eigener Versuche sollte man sich ein Urteil bilden, da man dabei ganz automatisch das richtige „Hören“ lernt (genau wie Funker Übung darin brauchen, verrauschte oder gestörte Funksprüche zu entziffern)“

Wohlgemerkt: Das „richtige“ hören. Also nicht das wissenschaftlich analytische sondern das phantasievoll, imaginäre hören ist gefragt.

Vielleicht fährt ja zufällig noch ein Auto vorbei und gibt kurz mal deinen Geburtstag durch oder ein Hase mutiert mit seinem hoppelnden Gang zu einem Boten der Unterwelt.

Weitere Infos:  http://de.wikipedia.org/wiki/Tonbandstimmen

Warum ist Pop-Musik so langweilig?

Diese Frage stelle ich mir eigentlich fast jeden Tag. Die Antworten darauf sind vielzählig und nur Ansatzweise aufzuzählen, aber ich versuche es mal:

Die Masse:

Pop-Musik ist so konzipiert, dass sie von der Masse als gut empfunden wird. Hier bewegen wir uns auf so sehr schwammigen Eis; so schwammig dass mir fast schlecht wird. Hier könnte man eine parallele zu der Sozialisation bilden. Denn was die Masse nicht kennt, empfindet sie erst mal als merkürdig und kann es nicht richtig zuordnen.  Aber sie kann es selten als gut empfinden.

Da wir uns in einer Konsumgemeinschaft befinden, in der leichte Kost gefragt ist, werden also neuartige Dinge fast völlig verdrängt und somit bleibt das über, was  in den Charts landet.

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